Der Teufel hat der Kinder vier.
Der Teufel hat der Kinder vier:
Dummheit, Bosheit, Macht und Gier.
Sie kriechen durchs Schlüsselloch,
wenn irgendwo ein Herz ermüdet,
sie sitzen stumm am Küchentisch
und fragen nicht, wohin es führt.
Die Dummheit ringt die Hände lau,
sie sagt: „Ich hab das nie gewollt“,
und doch baut sie aus jedem „Na ja“
ein Reich aus Nebel, Staub und Schuld.
Die Bosheit spricht mit sanfter Stimme,
ihr Lächeln sauber, glatt poliert,
sie weiß genau, wo Wunden sind,
und streut dort Salz, das sie verziert.
Die Macht, sie trägt ein eisern’ Wappen,
sie liebt Gehorsam, nicht das Recht,
sie krönt sich selbst mit fremden Tränen
und nennt den Schaden „Sachgeschäft“.
Die Gier, zuletzt, frisst alle Farben,
kennt nur das „Mehr“, nie ein „Genug“,
sie macht aus Menschen taube Kassen
und aus der Zukunft leeren Flug.
Der Teufel hat der Kinder vier –
doch ohne uns sind sie nur Worte.
Erst wenn wir ihnen Wohnung geben,
werden sie Taten, Blut und Orte.
So leise wie ein falscher Trost,
so laut wie ein befehlend’ Chor –
der Weg zur Hölle ist gepflastert
mit einem kleinen: „Mach du nur.“
©Thomas de Vachroi


