Hinter den Fassaden leben Menschen
Vielleicht beginnt Menschlichkeit genau dort, wo wir wieder lernen zuzuhören. Nicht in Sitzungen und Konzeptpapieren – sondern in Küchen, auf Dorfstraßen, an Krankenbetten. Hinter den Fassaden.
Wer töpfern will, darf sich im Ton nicht vergreifen!
Vielleicht beginnt Menschlichkeit genau dort, wo wir wieder lernen zuzuhören. Nicht in Sitzungen und Konzeptpapieren – sondern in Küchen, auf Dorfstraßen, an Krankenbetten. Hinter den Fassaden.
Fast täglich erreicht uns eine neue Botschaft, schwer wie Blei:
hier eine Steuererhöhung, dort eine neue Abgabe, daneben ein Zuschlag.
In der Festlichkeit dieses Augenblicks hallte der Impuls des Osterfestes nach – und er klang wie ein Versprechen:
„Der Stein ist weggerollt, nicht nur vom Grab Jesu, sondern von unseren Herzen. Lasst uns aufstehen gegen Armut, Hass und Gleichgültigkeit. Christus ist auferstanden – also lasst uns auch aufstehen: für das Leben, für die Schwachen, für diese zerrissene, liebenswerte Welt.“
Wir reden ständig von Hoffnung. „Da müssen wir durch.“ „Anderen geht’s schlechter.“ „Sei froh, dass es dir so gut geht.“
Diese Sätze kennen wir alle. Sie waren jahrzehntelang die Standard-Antwort auf persönliche Krisen. Sie sollten trösten, relativieren, aufrichten. Doch nach mehreren harten Krisenjahren klingen sie bei vielen Menschen plötzlich hohl – ja, fast zynisch.
Wir danken allen Beteiligten, den unermüdlichen Mitarbeitenden der Filiale und vor allem den Kundinnen und Kunden im schönen Westend für diesen unvergesslichen Nachmittag. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass Armut eine Stimme hat – und dass Berlin ein Herz für den Nächsten besitzt.
Mitten in der Budapester Straße 43, wo das Herz von Berlin-West schlägt und die Glasfassaden der City West das Licht spiegeln, liegt ein Ort, der weit mehr ist als ein gewöhnliches Hairstudio.
Ein lange geträumtes Projekt wird Wirklichkeit – die neue Tee- und Wärmestube Plus im Schillerkiez kann gebaut werden.
Dankbarkeit und Rückblick
„Für viele auf der Straße ist der Hund kein „Hobby“, sondern der letzte Zeuge ihrer Würde – wer ihn verbannt, verbannt auch ein Stück Menschsein.“
EDEKA Ulrich und die Kampagne Armut eine Stimme geben bei einer Verkaufsaktion für den guten Zweck.
Schriftzüge des Lebens
Die Schrift ist uns allen wohlbekannt,
doch kaum mehr geht sie aus der Hand.
Es wird gekrakelt, teilweise noch schön geschrieben,
doch scheint die Feder aus dem Alltag längst vertrieben.
Es sind zu viele Kriege in dieser Zeit.
So viele, dass sie keinen Namen mehr tragen können, weil jeder Name einen anderen ausschließen würde. Es ist, als würde die Welt an tausend unsichtbaren Frontlinien zerreißen, während wir versuchen, den Alltag zu halten, als sei nichts geschehen.
Digitale Armut ist kein Empfangsproblem
Sie ist das Schweigen einer Gesellschaft, die einen Teil ihrer Menschen einfach offline lässt.
Wir sagten einst: Es war doch besser,
doch meinten wohl: Es war noch echt.
Die Welt war leiser, wärmer, blasser,
kein Algorithmus sprach das Recht.
Der Teufel hat der Kinder vier:
Dummheit, Bosheit, Macht und Gier.
Sie kriechen durchs Schlüsselloch,
wenn irgendwo ein Herz ermüdet,
sie sitzen stumm am Küchentisch
und fragen nicht, wohin es führt.
Iskandar Widjaja verbindet in Berlin musikalische Virtuosität mit gelebter Menschlichkeit – sein Auftritt in der Philharmonie Berlin wurde zum glänzenden Konzertabend und zugleich zu einem leisen Plädoyer für Solidarität.
Offener Brief an den Bundesminister des Innern Herrn Alexander Dobrindt
So mögen an diesem 14. Februar all jene still lächeln, die wissen:
Das Herz handelt nicht – es gibt.
Wer an Weiberfasching seine Krawatte verliert, gewinnt vielleicht zum ersten Mal Humor.
Der jahrhunderte alte Generationenvertrag ist ins Wanken gekommen, und wir suchen heutzutage, wo und wann das eigentlich alles geschehen ist.
Die Frage, ob das Leben noch lebenswert ist, ist allerdings eine sehr subjektive und komplexe Frage. Sie hängt von vielen individuellen Faktoren und Umständen ab. Was für einen Mensch lebenswert ist, kann für einen anderen möglicherweise nicht gelten.
Profitgier ist ein Feuer, das erst die anderen frisst und am Ende sich selbst.
Hundert Jahre Grüne Woche – ein stolzes Jubiläum, oder doch nur ein Jahrmarkt?
Ein Jahrhundert voller Düfte von Brot und Wurst, Blumen und Kräutern, Bilder von vollen Tellern und vollen Tüten. Man zeigt, was die Felder hergeben, was die Ställe hergeben, was die Industrie hergibt. Man feiert die Fülle. Doch mitten in dieser Fülle stellt sich eine leise, unbequeme Frage: Wer wird davon satt – und wer bleibt draußen?
Flaschensammeln ist kein Geschäftsmodell
Es ist ein Griff in den Müll einer reichen Gesellschaft – und in ihr Gewissen.
Wenn Armut Unterrichtsthema wird.
Im Jahr 2024 erneuerte ich öffentlich die Forderung nach einer eigenen Unterrichtseinheit „Armut“ – und sah mich dafür deutlicher Kritik bis hin zu bundesweiter Ablehnung ausgesetzt. Heute zeigt sich jedoch: Die Debatte hat etwas in Bewegung gebracht.
Niemand gehört auf die Straße. Gott, in dieser Stadt aus Glasfassaden und Kälte kennst du jede Bank beim Namen, auf der heute Nacht ein Mensch versucht zu schlafen. Du siehst die, die keine...
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