Der Übergang
Das alte Jahr legt sich nun zur Ruh,
und schließt leise seine Türen zu.
Was war, das bleibt als Schatten stehen,
was kommt, ist noch nicht abzusehen.
Die Uhr rückt vor, Sekunde um Sekunde,
es schweigt für kurz die laute Runde.
Ein tiefer Atemzug, ein Innehalten,
bevor wir neu die Welt gestalten.
Dann bricht die Stille mit Gewalt,
wenn laut das „Prosit“ hell erschallt.
Am Himmel erblühen bunte Lichter,
und Hoffnung malt sich in die Gesichter.
Kein Vorsatz wiegt so schwer wie Mut,
zu wissen: Was auch kommt, ist gut.
Wir reichen uns die Hand im Licht
und fürchten uns vor Morgen nicht.
©Thomas de Vachroi


