Wir rufen eure Namen – einsam Verstorbene
Die Macht des Namens der einsam Verstorbenen
Euer Name, gesprochen,
ist Licht in der Nacht,
das durch die Jahre brennt
und niemals erlischt.
Ihr seit nicht fort,
solange das Echo
eures Namens
die Welt noch trägt.
Wer ruft, baut Brücken
über das Schweigen,
findet im Klang
ein kleines Erwachen.
Denn jeder Name,
leise gesagt,
ist die kleinste,
doch größte Auferstehung.
Einsamkeit im Sterben
ist Schicksal —
doch Schweigen darüber
ist Wahl.
Kein Leben ist Fußnote,
jeder Name ein Buch,
jede Silbe Erinnerung,
jeder Laut ein Beweis.
Wir sammeln die Namen
wie glimmende Steine,
und wissen im Herzen:
Im Gedenken gibt es kein Umsonst.
Solange eine Stimme sagt:
Ihr wart hier,
ist niemand verloren.
Das Rufen der Namen
ist Handschlag der Zeit,
zwischen den Lebenden
und jenen,
die keine Hand mehr reichen.
Und in der Melodie
des Erinnerns
findet jede verlorene Note
ihren Platz —
im Chor der Menschlichkeit.
©Thomas de Vachroi



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