Tdeva

Wir leben die Liebe und den Hass,
suchen nach der Wahrheit
und gönnen trotzdem der Lüge
Eintritt ohne Unterlass!

Wir hoffen und bangen zugleich,
geben eiserne Stärke vor
und werden mit all der Selbstherrlichkeit
doch nicht reich!

Wir lieben die Inszenierung und
den Schein,
wollen ehrhaft nur Tugend leben
und bleiben im Morast der Trugbilder
keinesfalls rein!

Wir wollen Frieden und segnen die
Waffen –
wir reden vom Miteinander
und kennen zu oft nur die Gier
und das Raffen!

Wir leben Freundschaft und zimmern
dennoch am Bild vom Feind,
im Wahn von Unüberbrückbarem
sind wir für wahrhafte Nächstenliebe
nicht bereit!

Wir glauben an Gott und sind ihm
doch so fern –
das gewollte und gelebte Gegeneinander
hat zweifellos nur die Teufelsbrut
gern!

Wir wollen Freiheit und dulden doch
jeden Strick,
wir atmen für das Vorwärts
und liegen mit den Taten dafür
doch weit zurück!

Wir pendeln unentschlossen zwischen
dem großen Ja und Nein –
wenn wir unsere Träume wollen leben,
kann hierfür ein klarer Standpunkt der
Sehnsucht Anfang sein!

Zwiespältig das Ich und Wir im
heutigen Leben –
eine stete Herausforderung,
sich zwischen Wollen und Tun tatsächlich
immer wahrhaft und redlich zu bewegen!

Zwischen dem Für und Wider flechten
wir emsig den Kranz,
doch aufrecht und mutig
wir bleiben im konsequenten Geradeaus
nur ganz!

@Thomas de Vachroi

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