„Aktion Lunchpakete“

Zwischenbilanz

Die Coronakrise hat für Wohnungs- und Obdachlose im ganzen Land schwere Folgen. Seit 17. März 2020 werden in der Tee- und Wärmestube Neukölln daher kontinuierlich Lunchpakete verteilt. Unter dem Motto „Armut eine Stimme geben“ wurde diese Aktion durch den Armutsbeauftragten des Diakoniewerks Simeon und dem evangelischen Kirchenkreis Neukölln ins Leben gerufen. Nach wie vor sind Spenden dringend nötig.

Obdachlose und Wohnungslose – Menschen, die nicht zu Hause bleiben können, weil sie kein Zuhause haben, trifft die Coronakrise besonders hart. Zudem fehlt ihnen das Einkommen, weil sie nicht mehr Pfandflaschen sammeln oder Straßenzeitungen verkaufen können. Anlaufstellen und Hilfeeinrichtungen wie Tafeln, Sanitärstationen und Wärmestuben sind teilweise geschlossen.

„Ich sehe eine besorgniserregende Tendenz der Verelendung. Die Gruppen in unserer Gesellschaft, die ohnehin große soziale Probleme haben, fallen hinten runter. Der schon sichtbare Verteilungskampf führt zu noch mehr Problemen“.
Aufgrund der notwendigen Schließung der Tee- und Wärmestube Neukölln durch die Bestimmungen zur Eindämmung der Coronakrise versorgt ein 2köpfiges ehrenamtliches Team die Hilfesuchenden mit Nahrungsmitteln. Seit 17. März 2020 sind weit über 15.000 Lunchpakete ausgegeben worden. Knapp 350 Pakete pro Woche sind es aktuell. Vorbereitet werden die Essenspakete im Diakonie Haus Britz. Sie enthalten eine warme Mahlzeit, eine Brotzeit, Getränke, Obst sowie Joghurt oder Quark und Süßigkeiten.

„Das ist ein finanzieller Kraftakt. Nach wie vor gilt mein großer Dank daher allen Spender*innen – zum Teil durch die Coronakrise selbst in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht –, dem Diakoniewerk Simeon, dem Bezirksamt Neukölln sowie dem evangelischen Kirchenkreises Neukölln, die die Aktion massiv unterstützen.

Natürlich gilt mein Dank auch allen Firmen und gesellschaftlichen Gruppen über Berlin hinaus. Ebenso haben sich viele Privatleute und Parteien an verschiedenen Aktionen rund um die Versorgung der Gäste von der Tee und Wärmestube beteiligt.
Dafür möchte ich mich im Namen der ehrenamtlichen Mitarbeiter herzlichst bedanken.

Ich bitte weiterhin, die Ärmsten der Armen nicht im Stich zu lassen. Ich hoffe, dass die Solidarität unter der Bevölkerung anhält. Wir befinden uns nun im elften Monat der „Aktion Lunchpakete“ und es ist noch nicht absehbar, inwieweit die Tee- und Wärmestube in ihrer ursprünglichen Form wieder geöffnet werden darf.

©Thomas de Vachroi – Armutsbeauftragten des evangelischen Kirchenkreis Neukölln

Spendenkonto:
Diakoniewerk Simeon gGmbH
Kennwort: „Armut eine Stimme geben!“
IBAN: DE90 3506 0190 0000 0300 07
BIC: GENODED1DKD
Kreditinstitut: KD-BANK (Bank für Kirche und Diakonie)

Teilen mit: