Preisverleihung „Armut eine Stimme geben“ – Kinder und Jugendliche machen soziale Realität sichtbar.
Am 06.07.2026 fand im Diakonie Haus Britz die Prämierung der Bilder der Käthe Kollwitz Grundschule (6. Klassen) und der Fichtenberg Oberschule (7. Klasse) im Rahmen der Kampagne „Armut eine Stimme geben“ statt.
Im Mittelpunkt stand das Thema Armut. Sichtbar gemacht wurde es aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen.
Im Beisein der Lehrkräfte Pia Rübenach und Susanne Rabe, einer Abordnung der Kinder, des Geschäftsführers des Diakoniewerks Simeon Dr. Oliver Unglaube, der auch die Prämierung vornahm, des Kampagnenleiters und Armutsbeauftragten Thomas de Vachroi, zahlreicher Gäste sowie Mitgliedern der Jury wurden drei (Geld)Preise verliehen. Die Kampagne wird getragen durch das Diakoniewerk Simeon, de Evangelischen Kirchenkreis Neukölln und die Berliner Sparkasse.
Der erste Preis ging an die Käthe Kollwitz Grundschule mit ihrer Religionslehrerin Pia Rübenach
Mit ihrem eindrucksvollen Bild zeigten die 6. Klassen die große Kluft zwischen Armut, Obdachlosigkeit und einem sicheren Zuhause. In einer grauen, schweren Welt machen sie sichtbar, wie belastend das Leben ohne Schutz und Perspektive sein kann. Die farbigen Häuser stehen für Geborgenheit, Würde und Hoffnung. Das Werk wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet, weil es das Thema mit großer Sensibilität und starker Bildsprache auf den Punkt bringt.
Der zweite Preis ging an die 7. Klasse der Fichtenberg Oberschule mit ihrer Lehrerin Susanne Rabe
Sie zeigten, wie vielfältig sich Armut und Obdachlosigkeit im Alltag bemerkbar macht. Wenig Geld für Essen, Schlafen auf der Straße, die großen sozialen Unterschiede und ein Leben, dass sich wie ein schweres Labyrinth anfühlt.
Mit Motiven aus ihrer eigenen Lebenswelt wie Fast Food, Straßenleben und Videospielen machen sie deutlich, dass Armut Teil unserer Stadt und unserer Realität ist.
Ein Ehrenpreis ging an einen Schüler der Käthe Kollwitz Grundschule
Dieses Bild zeigt die innere Seite von Armut.
Ein Kind, das sich unsichtbar fühlt, verletzt ist und sich mit Suchtmitteln und Medikamenten vor der Realität schützt. Das übermalte Gesicht und die vielen Wunden sprechen von psychischem Leiden und Ausgrenzung. Für diesen mutigen Blick auf die seelische Not von Kindern wurde das Bild mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Die ausgezeichneten Werke werden in den kommenden Wochen öffentlich an verschiedenen Standorten in Berlin gezeigt, damit möglichst viele Menschen die Perspektive der Kinder auf Armut wahrnehmen können.
Wir danken den Kindern und Lehrkräften für diese eindrucksvollen Arbeiten. Im nächsten Jahr wird es wieder einen Malwettbewerb geben mit der Beteiligung von fünf Berliner Schulen.
Ps: Ich bedanke mich persönlich herzlichst bei der Jury, sowie für die Durchführung der Festveranstaltung mit dem Buffet.
Euer Thomas de Vachroi
Armutsbeauftragter




