Ehre dem Amt – Ehrenamt


Ehrenamtliche Arbeit drückt das soziale Engagement der BürgerInnen aus und ist eine direkte Partizipation der Bürgergesellschaft bzw. der Zivilgesellschaft an öffentlichen Angelegenheiten.

Bürgerschaftliches Engagement bedeutet, dass sich die BürgerInnen als Mitglieder der Gesellschaft für ihr (benachbartes) soziales Umfeld engagieren. Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen, Organisationen, Rettungsdiensten und freiwilliger Feuerwehr ist lang. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland ca. 17 Millionen engagierte Bürger.

Die Bereitschaft der Menschen sich ehrenamtlich zu engagieren basiert auf Spontanität und Hilfsbereitschaft. Der Begriff Ehrenamt ist daher passend, da dieser alle helfenden Tätigkeiten – sofern sie organisiert und durchstrukturiert seien – bezeichnet, da Ehrenamt einerseits auf den Unterschied zur bezahlten Berufsarbeit verweist und andererseits impliziert, dass solcher Arbeit Ehre gebührt.

Das in Umfragen am häufigsten genannte Motiv freiwilligen Engagements ist das Bedürfnis der Bürger zur gesellschaftlichen Mitgestaltung, wenigstens oder gerade im kleinen. Dazu kommt der Wunsch nach sozialen Kontakten und sozialer Einbindung. Gerade in der derzeitigen Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft ist Ehrenamt unverzichtbar. Es wird aber teilweise durch die Politik vernachlässigt, auch wenn Politik immer wieder betont wie wichtig diese Hilfe ist.

Durch bürgerschaftliches Engagement treffen Mitglieder eines Gemeinwesens – Kommune, Kirchengemeinden, Region, Staat, supranationale Gebilde – zusammen, um für das Gemeinwesen einen Beitrag zu leisten. Diese demokratietheoretische Konzeption postuliert einen Raum zwischen Staat, Markt und Privatsphäre als »Ort«, an dem sich freiwillige Zusammenschlüsse bilden, Teilhabe und Mitwirkungsmöglichkeiten genutzt werden können und BürgerInnen praktische Verantwortung für die Förderung des Gemeinwohls übernehmen.

Gerade im Hinblick auf die derzeitige Lage können Ehrenamtliche durch ihre besonderen und auch persönlichen Kontakte zu den Obdachlosen und Wohnungslosen, zu Geflüchteten, zu Senioren, zu Alleinstehenden, zu Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie zu unterschiedlichen Privatinitiativen und Trägern einen ganz eigenen Beitrag zur Hilfestellung leisten, denn Ehrenamtliche können im Vergleich zu Hauptamtlichen mehr persönliche Beziehungen zu den Menschen aufbauen und somit eine Arbeit leisten, die die Zurückführung in unsere Gesellschaft unterstützt und mitgestaltet.

Aber dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es gemeinsam mit den Ehrenamtlichen die Aufgabe der Hauptamtlichen ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, an denen sich die Helfenden orientieren können. Wenn sich Ehrenamtliche engagieren, dann muss dies in einem festgelegten Rahmen erfolgen.

Das Ehrenamt ist nur dann für die Hauptamtlichen eine Hilfe und Unterstützung, wenn es organisiert und strukturiert erfolgt und keine eigene Nebenstruktur schafft.
Die Aufgabe der Hauptamtlichen, gemeinsam mit den Ehrenamtlichen besteht darin, Strukturen zu schaffen, sowie die gesamte Vertretung der Einrichtungen nach Außen darzustellen. Ebenso sind die Hauptamtlichen die Schnittstelle zur Politik und den entsprechenden Verwaltungen. Die Logistik der Einrichtungen muss von Hauptamtlichen übernommen werden, um das Ehrenamt nicht zu überfordern. Denn ehrenamtliche Mitwirkende sollen keinen Arbeitskräfteersatz verantworten, sondern wirkliche Unterstützung im Sinne der zu betreuenden Menschen leisten können.

Stärkung des Ehrenamtes:

+Fahrtkostenerstattung +Kostfrei +Zeitbegrenzung +voller Versicherungsschutz +Anerkennung beim Rententräger +Integration in den vorhandenen Mitarbeiterstab etc.

@Thomas de Vachroi

Armutsbeauftragter des ev. Kirchenkreis Neukölln

Hilfe muss nicht teuer sein – für ein soziales Miteinander!

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